Das RNLI-Team aus Gravesend hilft bei der Rettung eines Pferdes am Uferbereich der Themse

Guerrino Marcadella
Guerrino Marcadella Leitender Redakteur

Freiwillige aus Gravesend halfen dabei, ein Pferd sicher zurück ans Ufer zu bringen, nachdem das Tier und sein Reiter am Uferbereich der Themse in Schwierigkeiten geraten waren.

Der Vorfall ereignete sich am 19. Juli gegen 13:20 Uhr, als die Londoner Küstenwache die Einsatzkräfte aus Gravesend nach Meldungen über ein Pferd und seinen Reiter in Not auf dem Fluss alarmierte. Der Einsatz verdeutlicht die Gefahren der tidebeeinflussten Themse, insbesondere in freiliegenden Uferbereichen, wo sich die Bedingungen rasch ändern und der Weg in Sicherheit schnell erschwert werden kann.

Einsatz bei Notfall mit Pferd und Reiter

Das RNLI-Team aus Gravesend hilft bei der Rettung eines Pferdes am Uferbereich der Themse

Nach dem Notruf der Londoner Küstenwache rückte das Team aus Gravesend aus, um die Situation zu unterstützen. Das Pferd befand sich im Uferbereich der Themse, einem Gebiet, das wegen Schlamm, unebenem Untergrund, der Gezeitenbewegung und des eingeschränkten Zugangs vom Land aus erhebliche Risiken bergen kann.

Die Einsatzkräfte leiteten das schwarze Pferd zu einem sicheren Ausstiegspunkt und halfen ihm, das Ufer zu erreichen. Auch der Reiter war von dem Vorfall betroffen, und die Rettungsaktion erforderte die Koordination der Einsatzkräfte auf dem tidebeeinflussten Fluss.

Gravesend betreut einen stark befahrenen Abschnitt der Themse, auf dem gewerblicher Schiffsverkehr, Freizeitaktivitäten und wechselnde Gezeitenbedingungen Notfallsituationen verursachen können. Die Station ist neben Teddington, Chiswick und Tower eine von vier Rettungsbootstationen an der Themse.

Warum der Uferbereich der Themse gefährlich sein kann

Warum der Uferbereich der Themse gefährlich sein kann

Der Uferbereich ist jener Teil des Flussufers, der bei Niedrigwasser freiliegt. Auch wenn er zugänglich erscheinen mag, handelt es sich nicht um ein kontrolliertes Freizeitgebiet. Die Flut kann schnell steigen, und weicher Schlamm oder verborgene Hindernisse können das Gehen, Reiten oder den Versuch einer Rettung gefährlich machen.

Eine Person oder ein Tier kann feststecken oder vom Ufer abgeschnitten werden. Gleichzeitig können sich auch Helfende in Gefahr bringen. Deshalb hat es bei einem Notfall am Fluss oberste Priorität, so schnell wie möglich geschulte Rettungskräfte zu alarmieren, anstatt selbst ins Wasser oder in den Schlamm zu gehen.

Die Port of London Authority rät Zeugen, die 999 zu wählen und nach der Küstenwache zu fragen, wenn sie jemanden im Wasser oder im Uferbereich in Not sehen. Außerdem wird davon abgeraten, selbst ins Wasser zu gehen, da dadurch eine weitere gefährdete Person entstehen und die Rettung erschwert werden könnte.

Was tun, wenn Sie ein Tier oder eine Person in Not sehen?

Was tun, wenn Sie ein Tier oder eine Person in Not sehen?

Wenn Sie ein Pferd, einen Reiter, ein Haustier oder eine Person in der Nähe der tidebeeinflussten Themse in Schwierigkeiten sehen:

  • Rufen Sie die 999 oder 112 an und verlangen Sie die Küstenwache.
  • Geben Sie den Standort so genau wie möglich an, einschließlich nahegelegener Orientierungspunkte, Namen von Piers, Straßennamen oder der jeweiligen Flussseite.
  • Behalten Sie die betroffene Person oder das Tier im Blick, sofern dies sicher möglich ist, da die Strömung sie vom ursprünglichen Ort wegbewegen kann.
  • Nutzen Sie Rettungsmittel in der Nähe, etwa einen Rettungsring oder eine Wurfleine, nur wenn dies sicher vom Ufer aus möglich ist.
  • Gehen Sie nicht selbst ins Wasser oder in den Schlamm, um eine Rettung zu versuchen.

Für Personen, die unerwartet ins Wasser geraten, empfiehlt die RNLI im Rahmen ihrer „Float to Live“-Hinweise, sich zurückzulehnen, die Ohren unter die Wasseroberfläche zu halten, den Körper zu entspannen und die Atmung zu kontrollieren, bevor sie versuchen, Hilfe zu rufen oder einen sicheren Ort zu erreichen.

Ein Hinweis für Reiter in der Nähe von Gezeitengewässern

Reiter, die Routen in der Nähe von Flüssen, Ästuaren oder Uferbereichen planen, sollten besonders vorsichtig sein. Vor dem Aufbruch sollten Gezeitenzeiten, Zugangspunkte, die Stabilität des Ufers und örtliche Einschränkungen überprüft werden. Eine Route, die früher am Tag noch sicher ist, kann mit steigendem Wasserstand unpassierbar werden.

Es ist außerdem ratsam, wenn möglich mit einer weiteren Person auszureiten, ein geladenes Mobiltelefon in einer sicheren wasserdichten Tasche mitzuführen, jemandem die geplante Route und die voraussichtliche Rückkehrzeit mitzuteilen und Pferde nicht auf unbekannte Schlickflächen oder freiliegende Flussbetten zu führen.

Der Einsatz der RNLI in Gravesend zeigt, wie schnell ein Ausflug in der Nähe von Wasser zu einem Notfall werden kann – und warum ein frühzeitiger Anruf bei der Küstenwache sowie professionelle Rettungsunterstützung entscheidend sind. Die RNLI betreibt rund um die Uhr Rettungsdienste auf der Themse und reagiert auf Vorfälle mit Menschen, Wasserfahrzeugen und, falls erforderlich, Tieren in Not.

Guerrino Marcadella
Guerrino Marcadella
Leitender Redakteur

Als Gründer und Chefredakteur von ANIMO S.R.L. hat er das Unternehmen auf einer tiefen Leidenschaft für den Pferdesport, italienischen Stil und Innovation aufgebaut. Über die Welt des Pferdesports hinaus verfolgt er auch digitale Technologien und die iGaming-Branche mit großem Interesse daran, wie sich moderne Online-Unternehmen entwickeln.

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